Hinweis:

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Donnerstag, 15. März 2012

Willkommen auf meinem Blog

Die Performance einer Fluggesellschaft wird stark durch das Safety- und Qualitätsmanagement geprägt, das alle Verfahrensschritte und Verfahren – von der Ausbildung der Piloten, Flugbegleiter bis zur Wartung - bis ins kleinste Detail dokumentiert und überwacht. Die Qualitäts- und Sicherheitsstandards gehen über die wesentlichen, gesetzlich vorgeschriebenen nationalen und internationalen Anforderungen hinaus. Das "Safety und Quality"-Management wacht firmenintern über diese Standards, überprüft das korrekte Reporting aller betroffenen Firmenbereiche und gibt bei Bedarf neue Ziele verbindlich vor.

Einleitung zu diesem Blog

Dieser Blog zeigt in erster Linie die Elemente und den Aufbau eines Safety Management Systems in der Luftfahrt und zeigt wie QM und SMS sich gegenseitig ergänzen. Weiters werden Themen/News erläutert die Einfluss auf die Sicherheit in der Luftfahrt haben. Er dient in erster Linie als Schulungsunterlage und wird laufend adaptiert. Dieser Blog dient aber auch zur Anregung von Diskussionen über die Branche Luftfahrt hinaus, denn Safety Management Systeme in ähnlicher Form sind auch in anderen Unternehmen zu etablieren. Am Ende jedes Eintrages findet man die Möglichkeit einen Beitrag in Form eines Kommentars zu leisten. Der Verfasser freut sich über jegliche Kommentare und ist stets bemüht diese auch entsprechend zu behandeln. Nutzen Sie die Gelegenheit zu einer Fachdiskussion. Viele der eingetragenen Kommentare vertiefen auch die angesprochenen Thematiken und werden laufend ergänzt.

Donnerstag, 27. Oktober 2011

EU Strategie für die Sicherheit der Zivilluftfahrt

(Auszug aus dem EC- White Paper 2011)

Das Sicherheitsniveau in der europäischen Zivilluftfahrt ist hoch, wenn auch nicht das höchste weltweit. Wir sollten danach streben, zur sichersten Luftfahrtregion zu werden. Dazu werden wir, aufbauend auf der Arbeit der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA), eine umfassende europäische Strategie für die Sicherheit der Zivilluftfahrt entwickeln, die folgende Aspekte umfasst:
• Verbesserung der Erfassung, der Qualität sowie des Austauschs und der Analyse von Daten durch eine Überprüfung der Rechtsvorschriften über die Meldung von Ereignissen in der Zivilluftfahrt.
• Anpassung der gesetzlichen Sicherheitsanforderungen an die Entwicklung neuer Technologien (SESAR).
• Kohärente Umsetzung der EU-Strategie für die Sicherheit der Zivilluftfahrt in allen Bereichen des Luftverkehrs.
• Förderung der Transparenz und Austausch von Sicherheitsinformationen mit ICAO und anderen internationalen Luftverkehrspartnern, insbesondere im Rahmen der Initiative für den globalen Austausch von Sicherheitsinformationen (Global Safety Information Exchange). Zusammenarbeit mit Nicht-EU-Staaten, vor allem den Vereinigten Staaten, in Sicherheitsangelegenheiten im Hinblick auf die Angleichung von Rechtsvorschriften, gegenseitige Anerkennungen und technische Unterstützung.
• Entwicklung eines Sicherheitsmanagements auf EU-Ebene, das sicherheitsbezogene Leistungsziele und entsprechende Messungen umfasst, um die Risiken zu bestimmen und das Sicherheitsniveau ständig zu verbessern.

Mittwoch, 28. September 2011

BMVIT - Sicherheitsmanagement

(Auszug: Road Map Luftfahrt 2020 - BMVIT)

Safety (Betriebssicherheit)

Österreich rangiert im Bereich Safety aufgrund der hohen nationalen Standards unter den Top 5 der europäischen Mitgliedsstaaten. Durch die systematische Aufsicht wird sichergestellt, dass alle Akteure die vorgeschriebenen betrieblichen Sicherheitsanforderungen erfüllen.

Hohe Sicherheitsstandards haben oberste Priorität !

Dies gilt sowohl für die Betriebssicherheit (Safety) als auch für die Sicherheit vor äußerer Gefährdung (Security). Internationale Standards müssen bestmöglich umgesetzt werden.


Freitag, 8. April 2011

IATA Sicherheitsbericht für 2010

Die Unfallquote mit Flugzeugen westlicher Bauart war im Jahr 2010 so niedrig wie noch nie. Das ist das Ergebnis des aktuellen Sicherheitsberichts, den die International Air Transport Association (IATA) im Feb 2011 veröffentlicht hat. Danach lag die weltweite Unfallquote bei 0,61 Totalverlusten pro eine Million Flüge. Gegenüber 0,71 Totalverlusten pro eine Million Flüge im Jahr 2009 ist dies eine deutliche Verbesserung.
Die Unfallquote lag im vergangenen Jahr auf dem niedrigsten Stand in der Geschichte der Luftfahrt und sogar noch niedriger als im bisherigen Rekordjahr 2006, in dem 0,65
Totalverluste pro eine Million Flüge verzeichnet wurden. Damit ist die Unfallquote in den vergangenen zehn Jahren um 42 Prozent gesunken. Als Totalverlust gilt ein Unfall, bei dem ein Flugzeug zerstört oder so stark geschädigt wird, dass es nicht mehr repariert werden kann.
Die IATA-Mitgliedsgesellschaften schneiden mit einer Unfallrate von 0,25 Totalverlusten pro eine Million Flüge besser als der weltweite Durchschnitt ab. Seit 1. April 2009 sind alle 234 Mitglieder IOSA-zertifiziert. Das IATA Operational Safety Audit (IOSA) gilt als weltweiter Industriestandard für das Safety Management der Fluggesellschaften. Die IOSA-Zertifizierung steht allen Fluggesellschaften unabhängig von einer IATA-Mitgliedschaft offen.
Aktuell sind über 350 Airlines zertifiziert.

Donnerstag, 10. Februar 2011

Crew Resource Management

Eine der Konsequenzen aus der Fehlerforschung war in der Luftfahrt die verbindliche weltweite Einführung des Crew Resource Management (CRM), eines Trainingprogramms, das den Cockpitbesatzungen die Limits menschlicher Leistungsstärken - wie Erschöpfung und Stress - sowie die Ursachen für Fehler nahe bringt. Dabei wird als Gegenmaßnahme eine entsprechende Fehlerkultur mit Grundfähigkeiten wie Führung, Beobachtung, Kommunikation und gegenseitiger Überprüfung sowie Entscheidungsfindung und Überprüfung mit Modifikation von geplanten Entscheidungen gelehrt. Die Ergebnisse bestätigen die Effektivität in Bezug auf die Änderung von persönlichen Einstellungen und dadurch verbesserter Sicherheit. Demnach sollten deshalb Organisationen mit einem hohen Zuverlässigkeitsdruck für sich vom Systemfehler-Modell ausgehen. Sie müssen damit rechnen, dass ein fehlerfreies Arbeiten nicht durchführbar ist und müssen wissen, dass Menschen nicht unter einem konstanten Stress mit Fehlererwartung arbeiten können. Deshalb sollten sie eine Fehlerkultur schaffen, die nicht darauf abzielt, einzelne Fehler zu verhindern, sondern die systemisch mit Fehlern "umgehen kann".

Es gilt:
- Komplexitäten zu reduzieren
- den Informationsfluss zu optimieren
- Automationsmechanismen wohlüberlegt einzuführen
- Grenzen (bei gefährlichen Vorgängen) zu definieren, die durch Veränderung hervorgerufenen unerwünschten Nebeneffekte mildern