Willkommen auf diesem Blog

Die Performance einer Fluggesellschaft wird stark durch das Safety- und Qualitätsmanagement geprägt, das alle Verfahrensschritte und Verfahren – von der Ausbildung der Piloten, Flugbegleiter bis zur Wartung - bis ins kleinste Detail dokumentiert und überwacht. Die Qualitäts- und Sicherheitsstandards gehen über die wesentlichen, gesetzlich vorgeschriebenen nationalen und internationalen Anforderungen hinaus. Das "Safety und Quality"-Management wacht firmenintern über diese Standards, überprüft das korrekte Reporting aller betroffenen Firmenbereiche und gibt bei Bedarf neue Ziele verbindlich vor. Dieser Blog zeigt in erster Linie die Elemente und den Aufbau eines Safety Management Systems in der Luftfahrt und zeigt wie QM und SMS sich gegenseitig ergänzen. Weiters werden Themen/News erläutert die Einfluss auf die Sicherheit in der Luftfahrt haben. Er dient in erster Linie als Schulungsunterlage und wird laufend adaptiert. Dieser Blog dient aber auch zur Anregung von Diskussionen über die Branche Luftfahrt hinaus, denn Safety Management Systeme in ähnlicher Form sind auch in anderen Unternehmen zu etablieren. Am Ende jedes Eintrages findet man die Möglichkeit einen Beitrag in Form eines Kommentars zu leisten. Der Verfasser freut sich über jegliche Kommentare und ist stets bemüht diese auch entsprechend zu behandeln. Nutzen Sie die Gelegenheit zu einer Fachdiskussion. Viele der eingetragenen Kommentare vertiefen auch die angesprochenen Thematiken und werden laufend ergänzt.

Mittwoch, 10. März 2010

SMS - Safety Services Office

Das Kochrezept der ICAO für Safety Management Systeme (ICAO Doc 9859) bezeichnet diese Sammel- und Auswertungsstelle von Safety Daten als "Safety Services Office". Natürlich richtet sich die Größenordnung einer solchen Stelle auch nach der Größe des jeweiligen Unternehmens. Es agiert unabhängig und neutral, die Leitung obliegt dem Safety Manager, dessen Qualifikation und Kompetenz festgeschrieben ist.

Die Aufgaben des Safety Managers sind unter Anderem:
- Einführung des SMS im Auftrag der obersten Leitung
- Identifikation der Gefahren und Risikoanalyse
- Datensammlung und deren Analyse
- Überwachung der durchzuführenden Maßnahmen und deren Bewertung
- Periodische Auswertungen der Effizienz des SMS
- Pflege der Safety Dokumentation
- Planung und Organisation des Safety Trainings
- Unabhängige Beratung in Safety Angelegenheiten
- Überwachung nationaler und internationaler Safety-Angelegenheiten, deren Bewertung und interne Weitergabe
- Koordination mit Organisationen und Behörden im Auftrag der obersten Leitung betreffend Safety.

Ein Safety Review Board dient als Kontroll- und Steuerungsorgan des Risiko- und Safetymanagements (darin sind zumeist die Nom Postholder und Leiter anderer Organisationseinheiten vertreten).
Es initiiert jegliche Safetyhandlung und setzt Safetymaßstäbe. Im Safety Review Board werden die strategischen Vorgaben formuliert und die Zielerreichung kontrolliert.

Eine Safety Action Group (je nach Fragestellung fachsbereichsübergreifend besetzt) setzt die entsprechenden Handlungen.

Kommentare:

  1. Bei größeren Unternehmen gilt es zu überlegen, ob es nicht zielführender ist in den jeweiligen Teilbereichen Safety Service Offices einzurichten. Die Koordination und Abstimmung ähnlich wie in einer Quality Management Unit ist vorzusehen. Auf jeden Fall ist es nicht explizit ausgeschlossen dies zu tun. Vorteil: bessere Nutzung des Know Hows.

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  2. Safety Manager:

    QUALIFICATIONS (ICAO 9859)

    The attributes and qualifications include:

    a) broad operational knowledge and experience in the functions of the organization (e.g. training management, aircraft operations, air traffic management, aerodrome operations, and maintenance organization management);

    b) sound knowledge of safety management principles and practices;

    c) good written and verbal communication skills;

    d) well-developed interpersonal skills;

    e) computer literacy;

    f) ability to relate to all levels, both inside and outside the organization;

    g) organizational ability;

    h) ability to work unsupervised;

    i) good analytical skills;

    j) leadership skills and an authoritative approach; and

    k) worthy of respect from peers and management.

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  3. Zum organisatorischen Aufbau innerhalb eines Unternehmens gibt es einen Leitfaden, der auch die EASA Überlegungen (NPA 2008-22c) berücksichtigt.
    Publiziert von der "Safety Management System and Safety Culture Working Group" (EASA ECAST SMS WG)am 17.02.2009.

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  4. Veilleicht klingt diese Frage ja eigenartig, aber dennoch sorgen solche Formulierungen oft für langwierige Diskussionen.

    Der IOSA Standard ORG 1.1.12 hat folgenden Wortlaut:
    The operator should have a designated manager that is responsible for the day-to-day administration and oversight of SMS operation throughout the organization on behalf of the Accountable Executive and senior management.

    Was ist damit gemeint ? Eine Person die 7 Tage die Woche über 24 Stunden zugegen sein muss, oder eine generell zuständige Person ?

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  5. Also ich persönlich würde das als generell zuständige Person herauslesen.
    Ist aber nur meine bescheidene persönliche Meinung...........

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