Willkommen auf diesem Blog

Die Performance einer Fluggesellschaft wird stark durch das Safety- und Qualitätsmanagement geprägt, das alle Verfahrensschritte und Verfahren – von der Ausbildung der Piloten, Flugbegleiter bis zur Wartung - bis ins kleinste Detail dokumentiert und überwacht. Die Qualitäts- und Sicherheitsstandards gehen über die wesentlichen, gesetzlich vorgeschriebenen nationalen und internationalen Anforderungen hinaus. Das "Safety und Quality"-Management wacht firmenintern über diese Standards, überprüft das korrekte Reporting aller betroffenen Firmenbereiche und gibt bei Bedarf neue Ziele verbindlich vor. Dieser Blog zeigt in erster Linie die Elemente und den Aufbau eines Safety Management Systems in der Luftfahrt und zeigt wie QM und SMS sich gegenseitig ergänzen. Weiters werden Themen/News erläutert die Einfluss auf die Sicherheit in der Luftfahrt haben. Er dient in erster Linie als Schulungsunterlage und wird laufend adaptiert. Dieser Blog dient aber auch zur Anregung von Diskussionen über die Branche Luftfahrt hinaus, denn Safety Management Systeme in ähnlicher Form sind auch in anderen Unternehmen zu etablieren. Am Ende jedes Eintrages findet man die Möglichkeit einen Beitrag in Form eines Kommentars zu leisten. Der Verfasser freut sich über jegliche Kommentare und ist stets bemüht diese auch entsprechend zu behandeln. Nutzen Sie die Gelegenheit zu einer Fachdiskussion. Viele der eingetragenen Kommentare vertiefen auch die angesprochenen Thematiken und werden laufend ergänzt.

Donnerstag, 4. März 2010

Flugschulen/JAR FCL/JAR FSTD

Die Abläufe der Qualitätssicherung von Flugschulen (FTO,TRTO) sind ident zu denen in einem Flugunternehmen. Es kann die selbe (wie bisher beschrieben) Vorgangsweise gewählt werden.
Es gilt lediglich ein anderes Regelwerk:
JAR FCL 1 (FTO,TRTO) , JAR FSTD A (Simulatoren) , sowie JAR MED (Medical), ICAO Doc 9859 (SMS).
Die Beschreibung der jeweiligen Q-Strukturen findet sich fast ident, wie in der EU OPS 1.
Natürlich sind vorgegebene Organisationsstrukturen und die Prozesse für FTO´s (modulare/integrierte Ausbildung) bzw TRTO´s angepasst.
Genannte Abkürzungen:
FTO (Flight Training Organisation)
TRTO (Type Rating Training Organisation)
FSTD (Flight Synthetic Training Devices)


Externe Audits - IOSA - ISAGO

Bisher sind wir hier nur auf das Thema interne Audits eingegangen. Noch einmal zur Wiederholung:

INTERN geht es uns um mehr als nur die Erfüllung von rechtlichen Vorgaben. Aus diesem Grund orientiert man sich zugleich an einer ISO Norm, der die kontinuierliche Verbesserung im Sinne des Unternehmens ein Anliegen ist. Die Interessenslage des Managements kann doch nur sein effizient (kostengünstig) zum Ziel zu gelangen. Quality kann nicht zum Selbstzweck werden und nur Papier produzieren.

EXTERN gelten völlig andere Kriterien. Partnerschaften, Leasing, Codeshare führen dazu, dass man sich von der Qualität anderer ("Partner"-) Unternehmen bzw Lieferanten überzeugen muss. Natürlich ist das eine kostspielige Angelegenheit die Qualität (Sicherheit ist immer ein Synonym für Qualität) anderer Unternehmen zu überprüfen.

In der Luftfahrt wurde deshalb ein standardisiertes Verfahren seitens IATA (International Air Transport Association) geschaffen, dass sogenannte IOSA (IATA Operational Safety Audit), bzw ISAGO (IATA Safety Audit Programm for Ground Operations). Von der IATA betraute Unternehmen prüfen ein Luftfahrtunternehmen bzw Ground Handling Organisationen und stellen diesen, sofern sie den eigenst dafür geschaffenen Standard umgesetzt haben, ein Zertifikat aus. Dieses wird in einem vorgeschriebenen Intervall erneuert.

Nähere Details hierzu finden sich auf der IATA Homepage im Internet.

Besitzt eine Airline dieses Zertifikat, muss sie, bevor sie zum Partner wird, nicht in vollem Umfang auditiert werden.