Qualitätsmanagement, Safety Management, Risikomanagement - SMS Luftfahrt/Aviation
Willkommen auf diesem Blog
Die Performance einer Fluggesellschaft wird stark durch das Safety- und Qualitätsmanagement geprägt, das alle Verfahrensschritte und Verfahren – von der Ausbildung der Piloten, Flugbegleiter bis zur Wartung - bis ins kleinste Detail dokumentiert und überwacht. Die Qualitäts- und Sicherheitsstandards gehen über die wesentlichen, gesetzlich vorgeschriebenen nationalen und internationalen Anforderungen hinaus. Das "Safety und Quality"-Management wacht firmenintern über diese Standards, überprüft das korrekte Reporting aller betroffenen Firmenbereiche und gibt bei Bedarf neue Ziele verbindlich vor. Dieser Blog zeigt in erster Linie die Elemente und den Aufbau eines Safety Management Systems in der Luftfahrt und zeigt wie QM und SMS sich gegenseitig ergänzen. Weiters werden Themen/News erläutert die Einfluss auf die Sicherheit in der Luftfahrt haben. Er dient in erster Linie als Schulungsunterlage und wird laufend adaptiert. Dieser Blog dient aber auch zur Anregung von Diskussionen über die Branche Luftfahrt hinaus, denn Safety Management Systeme in ähnlicher Form sind auch in anderen Unternehmen zu etablieren. Am Ende jedes Eintrages findet man die Möglichkeit einen Beitrag in Form eines Kommentars zu leisten. Der Verfasser freut sich über jegliche Kommentare und ist stets bemüht diese auch entsprechend zu behandeln. Nutzen Sie die Gelegenheit zu einer Fachdiskussion. Viele der eingetragenen Kommentare vertiefen auch die angesprochenen Thematiken und werden laufend ergänzt.
Freitag, 8. April 2011
IATA Sicherheitsbericht für 2010
Die Unfallquote lag im vergangenen Jahr auf dem niedrigsten Stand in der Geschichte der Luftfahrt und sogar noch niedriger als im bisherigen Rekordjahr 2006, in dem 0,65
Totalverluste pro eine Million Flüge verzeichnet wurden. Damit ist die Unfallquote in den vergangenen zehn Jahren um 42 Prozent gesunken. Als Totalverlust gilt ein Unfall, bei dem ein Flugzeug zerstört oder so stark geschädigt wird, dass es nicht mehr repariert werden kann.
Die IATA-Mitgliedsgesellschaften schneiden mit einer Unfallrate von 0,25 Totalverlusten pro eine Million Flüge besser als der weltweite Durchschnitt ab. Seit 1. April 2009 sind alle 234 Mitglieder IOSA-zertifiziert. Das IATA Operational Safety Audit (IOSA) gilt als weltweiter Industriestandard für das Safety Management der Fluggesellschaften. Die IOSA-Zertifizierung steht allen Fluggesellschaften unabhängig von einer IATA-Mitgliedschaft offen.
Aktuell sind über 350 Airlines zertifiziert.
Donnerstag, 4. März 2010
Externe Audits - IOSA - ISAGO
INTERN geht es uns um mehr als nur die Erfüllung von rechtlichen Vorgaben. Aus diesem Grund orientiert man sich zugleich an einer ISO Norm, der die kontinuierliche Verbesserung im Sinne des Unternehmens ein Anliegen ist. Die Interessenslage des Managements kann doch nur sein effizient (kostengünstig) zum Ziel zu gelangen. Quality kann nicht zum Selbstzweck werden und nur Papier produzieren.
EXTERN gelten völlig andere Kriterien. Partnerschaften, Leasing, Codeshare führen dazu, dass man sich von der Qualität anderer ("Partner"-) Unternehmen bzw Lieferanten überzeugen muss. Natürlich ist das eine kostspielige Angelegenheit die Qualität (Sicherheit ist immer ein Synonym für Qualität) anderer Unternehmen zu überprüfen.
In der Luftfahrt wurde deshalb ein standardisiertes Verfahren seitens IATA (International Air Transport Association) geschaffen, dass sogenannte IOSA (IATA Operational Safety Audit), bzw ISAGO (IATA Safety Audit Programm for Ground Operations). Von der IATA betraute Unternehmen prüfen ein Luftfahrtunternehmen bzw Ground Handling Organisationen und stellen diesen, sofern sie den eigenst dafür geschaffenen Standard umgesetzt haben, ein Zertifikat aus. Dieses wird in einem vorgeschriebenen Intervall erneuert.
Nähere Details hierzu finden sich auf der IATA Homepage im Internet.
Besitzt eine Airline dieses Zertifikat, muss sie, bevor sie zum Partner wird, nicht in vollem Umfang auditiert werden.